Wann gehen Milchzähne | Bleibende Zähne: wann kommen sie

Der Durchbruch der bleibenden Zähne bei Kindern ist wesentlich seltener ein Thema als die allerersten Milchzähnchen. Der Durchbruch der bleibenden Zähne ist auch weniger spektakulär und zum Glück nicht schmerzhaft.

Zweiter Zahn kommt durch

Das erste kleine Zähnchen eines Babys ist etwas ganz besonderes und wird meist stolz hergezeigt. Das erste Zähnchen ist ein sichtbares Indiz dafür, dass sich das Baby weiter entwickelt. Oftmals liegen hinter dem Erscheinen leider auch Tage und Nächte des Schmerzes.

Ganz anders ist dies mit den bleibenden Zähnen, die irgendwann einfach da sind, weil die Milchzähne Platz machen. Das mutige Ziehen eines am “letzten Faden” hängenden Milchzahns ist möglicherweise nochmal ein Thema innerhalb der Familie. Nicht selten werden die kleinen Milchzähne als Trophäe eine Zeitlang aufgehoben.

Wechsel von Milchzähnen zu bleibenden Zähnen

Alle unsere Zähne, Milchzähne und bleibende Zähne entstehen bereits zu Beginn der Schwangerschaft etwa in der achten Woche. Wenn ein Kind geboren wird, sind nicht nur Teile der Milchzähne sondern auch die der bleibenden Zähne fertig ausgebildet. Im allgemeinen haben Kinder das komplette Milchgebiss mit etwa zweieinhalb Jahren. 20 kleine Milchzähne, denen im Verhältnis nur eine kurze Lebensdauer beschieden ist.

Die ersten bleibenden Zähne sind Backenzähne. Man nennt sie auch “die Sechser”. Da diese an einer Stelle wachsen, an der keine Milchzähne waren, merken die Kinder oft gar nicht, dass sie neue Zähne haben. Die Sechser sind breite Mahlzähne, wichtiger Bestandteil des Kieferaufbaus.

Warum fallen Milchzähne so leicht aus

In den Zeiten des Zahnwechseln lösen sich die Wurzeln der Milchzähne einfach auf und leicht fällt Zahn für Zahn aus. Es kann sein, dass ein Kind eines Tages stolz nach Hause kommt und seinen Eltern einen ausgefallenen Milchzahn präsentiert.

In welcher Zeit kommen die bleibenden Zähne

Die “Sechser”, die ersten vier neuen Backenzähne kommen meist im Alter von sechs Jahren und wachsen – oft unbemerkt – in einer Lücke hinter den letzten Milchzähnen. Bis zum achten Lebensjahr gehen die mittleren und dann die seitlichen Schneidezähne verloren und werden nach und nach von einem bleibenden Zahn ersetzt. Etwa bis zum zwölften Lebensjahr ist der Zahnwechsel abgeschlossen.

Jetzt müsste das Kind 28 Zähne haben. Die “achter” sind die Weisheitszähne und kommen nicht vor dem 18. Lebensjahr – wenn überhaupt. Das komplette Gebiss hätte dann 32 Zähne.

Zahnpflege von Anfang an

Kinder lernen schon im Kindergarten die richtige Zahnpflege. Meist kommt auch besuchsweise ein Zahnarzt in die Grundschule. Er wird darauf hinweisen, dass die neuen bleibenden Zähne kurz nach dem Durchbrechen noch sehr anfällig für Karies sind, weil sie noch nicht komplett mineralisiert sind. Da neue Zähne im Mund tiefer liegen als noch vorhandene Milchzähne, sind sie mit der Zahnbürste schlechter erreichbar. Es wird empfohlen, dass Eltern das Zähneputzen auch noch in dieser Phase überwachen und gegebenenfalls dabei helfen.

Ab wann Kinder die Zahnpflege selbständig und ohne Hilfe übernehmen können, finden Sie in diesem Bericht gut erklärt.

[IMG © flickr /Dave Haygarth cc]

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